Donauradweg: Tag 5 – Bogen – Passau

[singlepic id=570 w=320 h=240 float=left] Mit halbnasser Wäsche, vom Kirchengebimmel geweckt, erwachten wir bei traumhaften Sonnenschein und durften nun die handgewaschene Wäsche mit dem Fön veredeln. Das dauerte doch so seine Zeit.

Wir packten die halbtrockene Wäsche in die Taschen, machten die Räder fertig – dem Zelt hatten wir eine trockene Nacht in der Garage verpasst – und genossen ein Frühstück. Klassisch mit Nutella, Wurst, Joghurt und Käse. Kurz nach neun saßen wir auf den Radln, nachdem wir uns von unserem Wirt verabschiedeten.

Das Wetter war einfach gut und die Muskeln erholt – Passau, vielleicht sehen wir dich ja schon heute! Auf dem Damm bekamen wir de Rat zu Kaffee und Kuchen einzukehren. Den Gedanken griffen wir später wieder auf. Kurz hinter Deggendorf trafen wir auf eine Neuseeländische Radlergruppe. Manfred und die Bekannte von Ursula hatten wir zu dem Zeitpunkt, trotz ihres einstündigen Vorsprungs schon hinter uns gelassen.

Die Kiwis sind in Basel mit dort gekauften Fahrädern losgefahren und Campen voll und ganz in der Wildnis, waschen sich in der Donau und erleben deutsche und schweizerische Gastfreundlichkeit. Eine wirkliche Inspiration. Nachdem wir ihnen unseren  “Radl Economic Outlook” mitgeteilt haben (wo sind wir denn gerade in der Rezession?) trafen wir die vier immer wieder. Das war wirklich eine erfreuliche Begegnung.

Leider fing es dann auch an zu tröpfeln, es ging aber weiter. Ab Vilshofen waren es noch 30 km bis Passau und es war gerade erst 12 Uhr mittags.

Irgendwo vor Passau riefen wir dann auch Brieanne Barton von der LSE an und erhielten unsere Ergebnisse für die M.Sc. Economics Klausuren dort.

Dabei gab es auch eine kleine Rast in der Thiemo seinen Apfel quasi eingeatmet hat. Ab dann war der morgendliche Elan Vergangenheit – Thiemo gähnte pausenlos und verschluckte wohl dabei auch die ein oder andere Fliege.

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Für Franzi ging es jedoch dennoch leicht und locker weiter, während Thiemo kämpfte. Die Hängebrücke und die Einfahrt nach Passau, begleitet von einer Sinfonie aus Presslufthammern, Bohrern und Planierraupen drückten das Gemüt doch sehr. Wo war das Venedig des Nordens?

Ziemlich müde steuerten wir den Campingplatz an, der direkt an der Donau lag. Gegrüßt von Hund Blacky und jeder menger 10. Klässlern samt dem Geschrei, schafften wir das Zelt aufzstellen – noch rechtzeitig vor dem ersten Regen. Vom prasseln der Tropfen begleitet liefen wir dann nach Passau in die Stadt. Als Eindruck blieb wohl – die Stadt war nass und laut und irgendwie leicht unangenehm. Regensburg war schöner!

Trotz zweifel an der weiterfahrt erstanden wir den zweiten Führer, für das Stück von Passau bis Wien. Im Café Simon stärkten wir uns bei Käsekuchen und Kaffee bzw. heißer Schokolade und ließen den Regen einfach Regen sein. Im örtlichen Rewe schallte es dann von irgendwoher “Franzi” — die dort auf Kirsten, eine alte Bekannte traf – so klein ist die Welt!

Ermutigt vom Dauerregen entschieden wir uns in einer Hauruckaktion mit Döner bewaffnet, ins Kino zu gehen und uns mit Illuminati und Tom Hanks den Abend zu veredeln – das Programm war also Kino anstatt Stadt.

Aufgrund des Regens war der idyllisch gelegene Zeltplat leicht aufgeweicht, doch die Donau blieb uns fern in ihrem Flussbett. Nachdem Thiemo die etwa beängstigte Franzi (ist das Zelt denn auch wirklich dicht?) von der Regenfestigkeit des Zeltes überzeugt hat (das siehst du morgen früh, wenn du nass bist, dann ist es das höchstwahrscheinlich nicht), fielen wir beide in einen tiefen und ruhigen Schlaf, der auch von dem jugendlichem Geschrei nicht gestört wurde.

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